Klimarückblick - Dezember 2018 in der Buckligen Welt

"Etwas zu trocken, deutlich zu warm und Abstriche beim Sonnenschein"

 

 

UBIMET - Monatsrückblick der Wetterstation Hollenthon / Bucklige Welt

Ein ehrenamtliches Service des Meteorologen Martin Puchegger für die Gemeinde Hollenthon und die Region "Bucklige Welt".


Temperaturstatistik
2018
Vergleich Vorjahr
Monatsmittel der Temperatur
1.8°C
1.5°C
Höchsttemperatur
13.8°C (07.)
13.9°C (24.)
Tiefsttemperatur
-6.9 °C (16.)
-7.0°C (19.)
Sommertage (Tage mit 25 Grad und mehr)
0
0
Hitzetage (Tage mit 30 Grad und mehr)
0
0
Frosttage (Tage mit Frost)
18
26
Eistage (Tage mit andauerndem Frost)
4
6
Niederschlagsstatistik
2018
Vergleich Vorjahr
Niederschlagssumme
27.1 l/m²
30.1 l/m²
größter Tagesniederschlag
9.3 l/m² (24.)
11.4 l/m² (28.)
größter stündlicher Niederschlag
4.0 l/m² (24., 06 Uhr)
5.2 l/m² (28., 07 Uhr)
Tage mit Niederschlag
15
12
Statistik von Wind und Sonnenschein
2018
Vergleich Vorjahr
höchste Windgeschwindigkeit
81.0 km/h (22., 19 Uhr)
95.0 km/h (10., 15 Uhr)
Sonnenscheindauer
72.8 Std.
109.4 Std.
Tage mit Sonnenschein
29
27

Der Dezember 2018 brachte uns um 25 Prozent zu wenig Niederschlag. Auch beim Sonnenschein gab es Einbußen von 20 Prozent im Vergleich zu den langjährigen Durchschnittswerten. Noch dazu war es um gut 2 Grad zu warm, das entspricht also erneut einer stark positiven Abweichung von den Normalwerten!

Im Weihnachtsmonat Dezember ging das für die Jahreszeit zu warme Wetter in seine Verlängerung. Nach einem ziemlich kalten Novemberende setzten die Temperaturen mit Anfang Dezember wieder zu einem Höhenflug an. Höchstwerte von +5 bis +10 Grad waren in der ersten Dekade keine Seltenheit, am 7. zeigte das Thermometer sogar +13,8 Grad, der höchste im Dezember 2018 gemessene Wert. Zwischendurch gab es wiederholt etwas Regen, aber auch sonnige Tage.
Die zweite Dekade verlief kälter, es fiel in Summe aber nur wenig Neuschnee. Dafür machte sich die Sonne rar und es gab 4 Eistage in Folge, also Tage, an denen die Temperatur immer im Frostbereich blieb, Dies war vom 13. bis zum 16. der Fall. Der Tiefstwert des Monats wurde mit knapp -7 Grad am 16. registriert.
In der dritten Dekade wendete sich das Blatt erneut, die Temperaturen schnellten wieder nach oben, der Schnee taute und von Weißen Weihnachten war nach Tageshöchstwerten über der 10-Grad-Marke am 21. und 22. keine Rede mehr. Dafür regnete es in der Nacht auf den 24. kräftig und es kühlte vorübergehend ab, sodass uns ein kalter Heiliger Abend und ein kalter Christtag beschert war. Am Heiligen Abend gab es gegen Mittag sogar einen Schnee- bzw. in tiefen Lagen Schneeregenschauer, es war aber zu mild und die Mengen zu gering, als dass sich eine Schneedecke hätte bilden können. Vom Stefanitag an ging es mit den Temperaturen bereits wieder bergauf.
Gegen Jahresende waren die Temperaturen zwar wieder rückläufig und es regnete und schneite auch wieder etwas, Wiesen und Felder waren aber nur vorübergehend angezuckert und so verabschiedete sich das Jahr 2018 in Summe viel zu mild. Es geht vom Temperaturniveau her als eines der wärmsten seit Beginn meteorologischer Aufzeichnungen und somit als astreines Klimawandeljahr in die Geschichte ein.


 

Hollenthon-Panorama - 12. Dezember 2018, 13:30 Uhr

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Mag. Martin A. Puchegger | Langobardenstraße 126, A-1220 Wien | www.hollenthon.at | +43 (0)680 20 34543

DEZEMBER 2018 IM VERGLEICH ZU 2017

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Stimmungsbild vom 02. Dezember 2018, 08:00 Uhr: Kurz nach Sonnenaufgang strahlte das Licht reflektiert durch den Schnee doppelt so hell. Schnee macht die kurzen Tage im Winter somit durch erhöhte Reflektivität gleich viel freundlicher.

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Stimmungsbild vom 02. Dezember 2018, 11:30 Uhr: Wir blicken auf einen chaotischen Himmel, der sich hier durch verschieden Arten von Cirrus-Wolken und einzelnen Altocumulus-Wolkenfelder ergibt.

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Stimmungsbild vom 04. Dezember 2018, 15:30 Uhr: Ein Regenbogen im Dezember ist eher außergewöhnlich, da es bei Schauern ja meist schneit und nicht regnet. Aber bei einem zu hohen Temperaturniveau kann sich selbst im Winter ein sommerlich anmutendes Bild ergeben.

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Stimmungsbild vom 16. Dezember 2018, 12:00 Uhr: Vergebene Liebesmühe war diese wunderschöne Winterlandschaft eine Woche vor Weihnachten. Die Hoffnung auf ein weißes Weihnachtsfest war groß, wurde aber kurz vor den Feiertagen durch mildes Westwetter zerstört.

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Stimmungsbild vom 26. Dezember 2018, 07:30 Uhr: Die Enttäuschung über den Schneemangel zu Weihnachten wurde wenigstens durch ein tolles Morgenrot am Stefanitag etwas gelindert.

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