Monatsrückblick der Wetterstation Hollenthon / Bucklige Welt

Juni 2020 im Vergleich zum Jahr 2019, zum Jahrzehnt (2009-2018) und zum Klimamittel

"Ein überwiegend durchschnittlicher Juni mit einem Plus an Sonnenschein"



Ein ehrenamtliches Service des Meteorologen Martin A. Puchegger für die Gemeinde Hollenthon und die Region Bucklige Welt.


TEMPERATURSTATISTIK
2020
2019
2009-2018
Klimamittel*)
Monatsmittel der Temperatur
16.2 °C
20.5 °C
16.8 °C
16.0 °C
Höchsttemperatur
26.6 °C (28.)
30.6 °C (27.)
31.8 °C (2012)
-
Tiefsttemperatur
8.3 °C (01.)
11.1 °C (01.)
4.4 °C (2013 )
-
Sommertage (Tage mit >25 Grad)
3
13
-
-
Hitzetage (Tage mit >30 Grad)
0
1
-
-
Frosttage (Tage mit Frost)
0
0
-
-
Eistage (Tage mit ständigem Frost)
0
0
-
-
NIEDERSCHLAGSSTATISTIK
2020
2019
2009-2018
Klimamittel*)
Niederschlagssumme
116.3 mm
166.8 mm
123.1 mm
~110 mm
Größter Tagesniederschlag
29.8 mm (20.)
79.1 mm (23.)
-
-
Größter stündlicher Niederschlag
11.1 mm (19., 18 Uhr)
45.3 mm (20., 22 Uhr)
-
-
Tage mit Niederschlag
17
6
-
-
WIND- & SONNENSCHEINSTATISTIK
2020
2019
2009-2018
Klimamittel*)
Höchste Windgeschwindigkeit
73.4 km/h (23., 09 Uhr)
61.2 km/h (08., 03 Uhr)
90 km/h (2016)
-
Sonnenscheindauer
265.2 Std.
347.8 Std.
239 Std.
~220 Std.
Tage mit Sonnenschein
30
30
-
-

*) gemittelte Werte der Umgebung über einen Zeitraum von 30 Jahren (1981-2010) - Klimanormalperiode

 

Der Juni 2020 im Detail


Die Klimatologie (Vergleich zum 30-Jahres-Mittel 1981-2010)

Der Juni 2020 entsprach aus meteorologisch-klimatologischer Sicht weitgehend den Vorstellungen eines durchschnittlichen mitteleuropäischen Sommermonats. Entgegen dem Trend der Zeit und den dem Klimawandel geschuldeten meist viel zu hohen Temperaturen, war der diesjährige Juni in Summe sehr ausgeglichen. Wiederholt durchziehende Kaltfronten sorgten für ausreichend Regen und etwas zu warmen Phasen folgten zu kühle, womit es bei Temperatur und Niederschlag von keinen nennenswerten Abweichungen zu berichten gibt. Lediglich die Sonne meinte es erneut gut mit uns. Sie strahlte um 20 Prozent länger als normal üblich.


Der Wetterverlauf

Der Juni zeigte sich bereits von Beginn an von seiner wechselhaften Seite. Quellwolken brachten wiederholt Schauer, schon am 3. des Monats folgten sonnigen Phasen häufig Regenschauer. Das Auf und Ab bei den Temperaturen spiegelt sich auch in einem periodischen Verlauf der Sonnenscheindauer wieder. Meist war es zu den sonnigsten Phasen auch am wärmsten, wie etwa vom 12. bis 14. oder am 26. und 27. sowie am 30. Mit den durchziehenden Kaltfronten und teilweise Tiefdruckeinfluss von Oberitalien und dem Balkan her (19. bis 21. Juni), regnet es auch intensiv. Insbesondere am 10. kamen 17 Liter pro Quadratmeter zusammen. Die niederschlagsreichste Wetterphase des Monats vollzog sich mit einem Tief über dem Balkan jedoch vom 19. bis 21., es akkumulierten sich weitere 62 Liter. Recht feucht war es auch am 29. mit einer Tagessumme von 12 Litern. Bis zum Ende des Monats wurden 116 Liter pro Quadratmeter registriert. Damit regnete es heuer zwar weniger als letztes Jahr, die Menge entspricht aber zumindest dem langjährigen Durchschnitt.


 

Hollenthon-Panorama - 18. Juni 2020, 20:00 Uhr

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Mag. Martin A. Puchegger | Langobardenstraße 126, A-1220 Wien | www.hollenthon.at | +43 (0)680 20 34543

F O T O G A L E R I E

a

3. Juni 2020, 13:00 Uhr: Die dunkle Wolkenkante eines Gewitters zieht auf.


3. Juni 2020, 16:30 Uhr: Zahlreiche Schauer und Gewitter sorgten an diesem Tag für einen unbeständigen Wettercharakter.

4. Juni 2020, 20:30 Uhr: Föhnwolken (Altocumulus lenticularis) treten in der Buckligen Welt hauptsächlich bei einer Süd- bis Südwestströmung auf. Wenn der Wind die Hügelketten überströmt setzt sich diese vertikale Auslenkung des Windes (Störung) bis in die Höhe fort und sorgt für derartige Wolkenbänke.


11. Juni 2020, 13:30 Uhr: In der frischen Kaltluft bilden sich rasch zahlreiche Quellwolken.

13. Juni 2020, 16:30 Uhr: Sommerliches Wetter hat sich eingestelt. In weiter Ferne über Ungarn ist die Luftschichtung labiler, dort haben sich Gewitterwolken gebildet. Ihre Ambos-Wolken sind am Horizont auszumachen.

19. Juni 2020, 06:00 Uhr: Schäfchenwolken (Altocumulus floccus) sind immer wieder schön anzusehen, besonders bei tief stehender Sonne am Morgen und Abend. Im Sommer sind sie aber häufig ein Bote von Schauern und Gewittern im weiteren Tagesverlauf.

25. Juni 2020, 06:30 Uhr: Hinter diesem Regenschauer am Morgen hat die Sonne in der reingewaschenen Luft besonders kräftig hervorgestochen.

26. Juni 2020, 17:00 Uhr: Über dem südlichen Wien und dem Flughafen Schwechat hat sich ein heftiges Gewitter mit Hagelschlag gebildet. Der mächtige Wolkenturm ist selbst aus der Ferne gut zu erkennen.

29. Juni 2020, 18:30 Uhr: Diese Wolken nennt man "Cirrus spissatus cumulonimbogenitus". Sie gehen aus abgestorbenen Schauerwolken (Cumulonimbus-Wolken) hervor, wenn nur noch der Eisschirm der ursprünglich vertikal mächtigen Wolke im obersten Wolkenstockwerk übrigbleibt. Aus diesen Eiskristallwolken fallen dann noch ein paar Schneeflocken, die sie als Schlieren hinterherschleppen, bevor sie vollständig verschwinden.

 

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